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43 Spaziergang - Operation

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9. Spaziergang

9.2 Operation


Jan überlegte nicht lange. Mit seiner freien Hand griff er nach Lomas Raumanzug und riss ihn mit einem heftigen Ruck in die Schleusenkammer. Loma stürzte schwer gegen die Rückwand der Kammer, während Pelle und Isabella das Außenschott verschlossen und verriegelten.
»Sofort fluten!«, befahl Eva, die zu weit von den Bedienelementen der Schleuse entfernt stand. Gina schlug mit der Hand auf den Schalter zum Befüllen des Raumes mit Atemluft. Mit hohem Druck wurde Luft in den Raum gepumpt. Es wurde kalt, als sich die komprimierte Atemluft ausdehnte. Sie hatten jedoch für eine langsame Anpassung keine Zeit, da Lomas Raumanzug beschädigt war. Noch wussten sie nicht, wie schwer die Verletzung war, die er erlitten hatte, doch wollten sie nicht riskieren, dass er zusätzlich durch Dekompression weiteren Schaden davontrug.
Endlich war der Druckausgleich hergestellt und das Innenschott wurde von vanBuren geöffnet. Sie halfen sich gegenseitig beim Ablegen der Anzüge und kümmerten sich dann um Loma. Er reagierte nicht auf Sprechfunk, also war er bewusstlos.
Isabella nahm ihm vorsichtig den Helm ab. »Er atmet. Aber er ist nicht bei Bewusstsein.«
Sie befreiten ihn vorsichtig aus dem Anzug. Auf dem Rücken hatte er eine relativ kleine Wunde, die jedoch sehr tief wirkte. Loma hatte bereits eine Menge Blut verloren.
»Da steckt bestimmt noch etwas drin«, vermutete Isabella.
»Jetzt haben wir ein Problem«, sagte Eva. »Wir haben es nämlich versäumt, einen Arzt mit auf die Reise zu nehmen.«
Jan starrte sie verblüfft an. »Verdammt, du hast recht! Wie konnte uns denn so etwas Bescheuertes passieren?«
Eva zuckte die Achseln. »Keine Ahnung. Wir waren offenbar so darauf fixiert, uns rechtzeitig auf die Reise zu machen, dass niemand daran gedacht hat - nicht einmal die Akademie-Verwaltung.«
Jan presste seine Lippen fest zusammen, und hob anschließend hilflos seine Arme. »Es nutzt niemandem, wenn wir jetzt nach Schuldigen suchen - vor allem nicht Loma. Hat jemand eine Idee?«
»Aber wir haben doch sicherlich eine Möglichkeit, ihn zu röntgen, oder?«, fragte Pelle.
Jan schüttelte den Kopf. »So was gehört nicht an Bord einer Raumfähre. Ich frage mich nur, was wir für Loma tun können.«
»Ich habe in meiner Ausrüstung zumindest ein Ultraschallgerät«, sagte Stancu. »Damit können wir immerhin feststellen, ob sich ein Fremdkörper in der Wunde befindet. Herausholen müsste es aber jemand anderes.«
Er blickte vanBuren an, der abwehrend die Hände hob.
»Ich bin Biologe und kein Arzt«, sagte er.
»Damit sind sie sicherlich besser geeignet, als jeder andere von uns«, sagte Jan. »Wenn wir etwas aus Lomas Wunde herausholen müssen, werden sie das tun. Es ist die einzige Möglichkeit, die wir haben.«
Stancu war sofort losgelaufen, um sein Ultraschallgerät zu holen.
»Beim Menschen müsste ich eigentlich eine Kontaktpaste benutzen, aber so etwas habe ich hier nicht. Wir werden versuchen müssen, es auch so festzustellen.«
Stancu nahm den Sensorkopf fest in die Hand und begann, den Rücken in der Nähe der Wunde damit zu untersuchen. Glücklicherweise war Loma noch immer bewusstlos, denn die Untersuchung war sicherlich äußerst schmerzhaft.
»Da ist etwas«, sagte Stancu. »Dieser gezackte Fremdkörper steckt in der Nähe der Wirbelsäule. Ich bin kein Mediziner, aber ich glaube, Loma hat gewaltiges Glück gehabt.«
Jan sah vanBuren auffordernd an. »Das wäre dann ihre Aufgabe. Auch wenn sie nur Biologe sind. Ich glaube nicht, dass jemand anderes hier in diesem Schiff zurzeit besser geeignet ist, das Ding aus ihm herauszuholen.«
Man sah vanBuren deutlich an, dass er Angst vor dieser Aufgabe hatte.
»Was ist, wenn ich einen Fehler mache?«, fragte er. »Ich will nicht an seinem Tod schuld sein.«
»Fangen sie endlich an!«, herrschte Eva ihn an. »Wenn wir noch lange warten, geht er auf jeden Fall drauf. Sie sind seine einzige Chance.«
Auf vanBurens Stirn bildeten sich feine Schweißperlen.
»Sie verstehen das nicht«, flüsterte er. »Ich kann kein Blut sehen.«
»Das spielt jetzt keine Rolle«, sagte Pelle. »Wenn sie kotzen müssen, helfe ich ihnen, aber bis es so weit ist, schneiden sie diesen verdammten Fremdkörper aus ihrem Kollegen heraus.«
Er hielt vanBuren ein Skalpell aus der medizinischen Ausrüstung hin. Zögernd griff vanBuren danach und hielt es an den Rand der immer noch blutenden Wunde. Mit der freien Hand wischte er sich den Schweiß von der Stirn. Er würgte leicht, beherrschte sich jedoch. Er setzte zu einem kleinen Schnitt an, um die Wunde zu erweitern. Pelle hielt eine helle Lampe und leuchtete damit auf die Wunde. Gina nahm Zellstoff aus dem medizinischen Koffer und tupfte das austretende Blut ab, während Stancu versuchte, mit seinem Ultraschallgerät zur Orientierung beizutragen.
vanBuren bemühte sich, mit einer langen Zange so tief in die Wunde hineinzufassen, dass er das Trümmerstück fassen konnte.
»Die Richtung ist richtig«, sagte Stancu. »Noch ein paar Zentimeter und sie müssten Widerstand fühlen.«
»Das sagen sie so leicht, Stancu. Ich hab das Gefühl, als wenn ich mit der Zange gleich vorn wieder herauskommen müsste.«
Vorsichtig drang vanBuren noch tiefer in die Wunde hinein. Er wunderte sich über sich selbst. Nachdem er mit seiner Arbeit begonnen hatte, war seine Übelkeit schlagartig verschwunden. Auf einmal fühlte er Widerstand.
»Sie haben es!«, rief Stancu.
»Ich muss es aber auch fassen«, antwortete vanBuren.
»Hoffentlich erwacht Loma nicht ausgerechnet jetzt«, meinte Isabella.
Plötzlich hörten sie einen lauten Knall, als wenn jemand von außen mit einem schweren Hammer auf die Hülle der Buran geschlagen hätte.
»Was war das?«, fragte Kaya.
»Meteoriten«, sagte Jan knapp.
»Die Leoniden haben noch nicht einmal ihr Maximum erreicht«, ergänzte Isabella.
»Wir müssen uns darauf einrichten, dass durchaus die Hülle der Buran beschädigt werden kann«, sagte Jan. »Wenn das geschieht, müssen wir unverzüglich das Leck schließen.«
»Meinen sie wirklich, dass wir hier drin auch nicht sicher sind?«, wollte Kaya wissen.
»Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber wenn uns ein größeres Metallteil direkt trifft, könnte es gefährlich werden.«
»Dann sollten wir sofort hier verschwinden!«, rief Kaya. »Ich will nicht genauso durchlöchert werden, wie Loma.«
»Nehmen sie sich zusammen!«, fuhr Eva ihn an. »Wir können nicht so ohne Weiteres sofort starten!«
»2006UB bietet uns sogar noch einen gewissen Schutz«, erklärte Jan. »Durch seine Rotation sind wir den Leoniden nur alle paar Minuten ausgesetzt. In der übrigen Zeit bietet uns der Asteroid Deckung.«
»Trotzdem sollten wir über Funk den Mond darüber aufklären, dass wir Probleme haben«, schlug Gina vor. »Ich werd gleich mal versuchen, Kontakt zu bekommen.«
»Ich hab ihn!«, jubilierte vanBuren plötzlich. Mit drehenden Bewegungen zog er die medizinische Zange immer weiter aus der Wunde heraus, bis er einen scharf gezackten, metallischen Gegenstand präsentierte.
»Die Wunde ist sauber«, sagte Stancu, der mit seiner Sonde bemüht war, herauszufinden, ob es alles war, das in der Wunde gesteckt hatte.
VanBuren legte den kleinen Meteoritensplitter in eine Dose und verschloss sie.
»Was machen wir jetzt?«, wollte er wissen. »Niemand kann von mir verlangen, dass ich das auch noch zunähe. Ich hab keine Ahnung, wie man das macht.«
Pelle sah im Notkoffer nach und fand dort eine spezielle Flüssigkeit, mit der man Wunden kleben können sollte.
»Wir sind alle im Grunde Laien«, sagte er. »Aber wir können doch diesen Wundenkleber verwenden und die Wunde klammern. Sobald Lomas sein Bewusstsein zurückerlangt, können wir ihm Antibiotika geben. Weitere Möglichkeiten haben wir sowieso nicht.«
Sie beschlossen, es so zu machen. vanBuren besprühte die Wundränder mit dem Wundkleber und drückte die Ränder zusammen. Pelle setzte Klammern darauf und hielt die Wundränder so zusammen. Gina bemühte sich, Loma einen einigermaßen gut sitzenden Verband anzulegen. Als sie fertig waren, fühlten sie sich alle erschöpft und hofften, dass sie es richtig gemacht hatten.

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Die Akademie (49)

Nächster Teil des Fortsetzungsromans "Die Akademie"

30.09.2018 - 00:00 Uhr

Der 49. Teil trägt den Titel "Opfer der Leoniden Teil 1". Das Pech reißt nicht ab. Schon wieder gibt es ein Problem mit der Kommunikation und ein weiterer Außeneinsatz wird erforderlich. Ich wünsche viel Spaß!

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