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Das ist ja die Hölle

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Ein soeben verstorbener Mann erwacht und sieht den Tod neben sich stehen. Dieser weist ihm den Weg zur offenen Tür eines Fahrstuhls. Verstört betritt der Mann den Fahrstuhl und spürt, nachdem sich die Tür geschlossen hatte, dass sich dieser mit hoher Geschwindigkeit nach unten bewegte. Ihm war somit klar, dass es in Richtung Hölle ging. Er wurde immer nervöser und war mit den Nerven total am Ende, als schließlich der Gong ertönte und sich die Tür öffnete.
Seine Überraschung war groß, als er von einer sehr gut aussehenden jungen Frau einen Willkommenstrunk erhielt. Jetzt blickte er sich erst einmal richtig um.
Er war in einem riesigen Raum, dessen Boden mit dicken, teuren Teppichen bedeckt war. An zahllosen Spieltischen saßen Menschen und spielten Black Jack, Roulette oder andere Glücksspiele. Die Atmosphäre war angenehm. Gespräche und Lachen ertönten von überall. In einiger Entfernung sah er eine Tanzfläche, auf der sich mehrer Dutzend Menschen amüsierten. Er konnte es nicht fassen. Das sollte die Hölle sein?.
Da sah er einen kleinen Teufel, der ihn lächelnd ansah und gleich zu ihm herüber kam.
"Sie sind der Neue, nicht wahr?", sagte der Teufel, "Man erkennt es gleich an euren ungläubigen Gesichtern."
"Ist das hier wirklich die Hölle?", wollte der Mann wissen.
"Sicher", antwortete der Teufel, "machen sie es sich erst einmal bequem. Dort vorn steht immer unser warmes und kaltes Buffet, Champagner, Bier oder was immer sie mögen gibt es an der Theke dort hinten. Stärken sie sich und sehen sich gründlich um. Amüsieren sie sich. Wenn sie noch Fragen haben, kommen sie einfach zu mir, ich erkläre ihnen dann alles."
Der Mann lief zum Buffet, nahm sich einige der Delikatessen auf einen Teller und lief damit herum, um sich einen Überblick zu verschaffen. Nach und nach wurde er ruhiger und begriff, dass es offenbar nicht schlimm war, in der Hölle zu sein.
Dann kam er an eine kahle Wand, wo die Welt zu Ende zu sein schien. Er lief eine Weile daran entlang und fand schließlich ein Guckloch. Neugierig wie er nun Mal war, schaute er hindurch und fuhr gleich wieder zurück.
Auf der anderen Seite der Wand brannten riesige Feuer, leidende Menschen liefen mit nackten Füßen über den heißen Boden und schleppten schwere Lasten, wobei sie ständig von Teufeln mit Peitschen zur Eile angetrieben wurden.
Ihm blieb das Essen im Hals stecken. Jetzt hatte er doch Angst, dass sein Bild, dass er sich früher von der Hölle gemacht hatte, zutreffend war. Mit schnellen Schritten rannte er zurück zum Eingang, wo er den kleinen Teufel getroffen hatte. Er hatte Glück und fand ihn sofort.
"Meine Güte", sagte der Teufel, "was ist denn in sie gefahren, dass sie hier so herum rennen?"
"Ich habe Menschen gesehen, die furchtbar leiden", sagte er, "da war Feuer, sie wurden geschlagen. Was hat das zu bedeuten?"
Der Teufel winkte ab.
"Sie haben durch das kleine Guckloch gesehen, nicht wahr?", fragte er, "Machen sie sich keine Gedanken deswegen. Das sind unsere Katholiken. Die wollen das so!"

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