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Kinocharts Deutschland

Die top 10 Filme in den deutschen Kinos
  1. Captain Marvel ist ein solider Superhelden-Actionfilm, mehr aber leider nicht. Zu viele verpasste Chancen lassen den Marvel-Fan der ersten Stunde mitunter enttäuscht zurück, bieten für Neulinge im Thema aber einen guten Einstieg in die Superhelden-Welt. Brie Larson spielt eine Heldin mit Ecken und Kanten, kann jedoch nicht durchweg zeigen, welches Potenzial in ihrer Rolle steckt. Trotz dem Fokus auf Themen wie Feminismus, Katzen und Nostalgie vermisst man ein erinnerungswürdiges Flair, das bei anderen MCU-Filmen oft vorhanden war. – Die vollständige Filmkritik findet ihr hier

  2. Hinreißende Road-Comedy mit ernsten Untertönen über die Reise eines ungleichen Paars in den Süden der USA.

    So sehen Crowdpleaser aus (die offizielle Vorführung in Toronto, die ich besucht habe, endete mit tosendem Applaus). Es ist die erste alleinige Regiearbeit von Peter Farrelly, die er ohne seinen Bruder Bobby realisiert hat, mit dem zusammen er Bad-Taste-Filmgeschichte geschrieben hat mit Hits wie „Dumm und dümmer“ oder „Verrückt nach Mary„, auch wenn ihnen in den letzten Jahren der Erfolg versagt blieb mit Titeln wie „Die Stooges – Drei Vollpfosten räumen ab“ oder „Alles erlaubt – Eine Woche ohne Regeln„. Die wahre Geschichte eines italienischen Türstehers aus der Bronx, der 1962 den Job erhält, einen schwarzen Musiker bei seiner achtwöchigen Tour durch den tiefen Süden der USA zu begleiten, ist sein erster ernster Film, wenngleich der begnadete Geschichtenerzähler Farrelly perfekt versteht, auch die heftigsten Momente mit teilweise auch bitterem Humor abzufedern. Vor allem aber schlägt sich seine Komödienerfahrung im perfekten Timing nieder, in der Ökonomie und Eleganz der Erzählung und in dem Wissen, dass man sein Publikum nur dann begeistern kann, wenn es die Hauptfiguren liebt. Die Prämisse mag sofort Assoziationen mit „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ wecken,aber mehr noch steht „Green Book“ in der Tradition der Tragikomödien von John Hughes, insbesondere sein Klassiker „Ein Ticket für Zwei„, der Steve Martin und John Candy als denkbar ungleiches Paar durch Amerika schickt, fällt einem ein. Tatsächlich kann man sich dieses Road Movie auch als Film aus den Achtzigern vorstellen. Damals hätte man ihn wohl mit Robert De Niro und Eddie Murphy perfekt besetzen können. Farrelly hingegen setzt auf Viggo Mortensen und Mahershala Ali und beschert den beiden Schauspielern ein Showcase, das sich durchaus in Oscar-Nominierungen niederschlagen könnte. Mortensen hat schwer zugelegt für die Rolle des auf den ersten Blick nicht besonders helle erscheinenden Tony „Lip“ Vallelonga und kanalisiert förmlich den legendären James Gandolfini als leidenschaftlichen Familienmann, ein liebenswerter Prolet, dessen Mundwerk ihm in fast allen Situationen zur Seite steht und der nur dann zu den Fäusten greift, wenn er erkennt, dass er mit seinem Verhandlungsgeschick auf Granit beißt. Ali wiederum ist hinreißend in der Rolle des bahnbrechenden Pianisten Doctor Don Shirley, der mit seinem Trio mit seiner eigenwilligen Mischung aus Jazz, Klassik und Populärmusik bereits den Präsidenten begeistert hat. Er ist ein gebildeter Kosmopolit, der sich gewählt ausdrückt und in seinen Maßanzügen immer pikobello aussieht. Zwei unterschiedlichere Typen könnte man sich also kaum vorstellen, und es ist eine große Freude, den beiden dabei zuzusehen, wie sie bei ihrem Trip durch ein bigottes Amerika der Rassentrennung und Xenophobie nach anfänglicher Abneigung gegenseitigen Respekt füreinander entwickeln. Dabei offenbaren sich Rassismus und Klassenunterschiede auf unterschiedlichste Weise, die Qualität von „Green Book“ besteht auch in seiner Differenziertheit: Die Dinge sind buchstäblich nicht einfach nur Schwarz und Weiß. Dass am Schluss klar ist, dass aller Unterschiede zum Trotz immer die Möglichkeit für Gemeinsamkeit besteht, macht Peter Farrellys Crowdpleaser auch zu einem Hoffnungsschimmer, der einen in Bestlaune aus dem Kino entlässt. ts.

  3. Zehntes abendfüllendes Animationsabenteuer nach der populären, europäischen Comicreihe. Comedian Alexandre Astier und Animationspezialist Louis Clichy, die bereits den letzten „Asterix“, „Asterix im Land der Götter“ , inszenierten, sind wieder als Regisseure an Bord. Milan Peschel und Charly Hübner gehören zu den prominenten deutschen Sprechern des Family-Entertainment-Titel, der wie gewohnt Spannung und vor allem Spaß vor historischer Kulisse bereitet.

  4. Drachenzähmen leicht gemacht 3 ist ein würdevoller und emotionaler Abschied von Ohnezahn und Hicks. Mit fantastischen Animationen, die sich vermehrt am Fotorealismus orientieren, wird die Geschichte mitreißend und intensiv inszeniert. Dank einer positiven Botschaft im Gepäck, machen die Filmemacher auch vor erwachsenen Themen wie dem emotionalen Abschied keinen Halt, sodass das Lebewohl von den lieb gewonnenen Charakteren aus Berk bittersüß wird. – Die vollständige Kritik für Eltern findet ihr hier

  5. Mit Würde und Witz meistert Rami Malek das schwierige Unterfangen, die vielen Facetten von Freddie Mercury einzufangen. Zuschauer können sich auf zwei Stunden voller musikalischer Hits freuen, die euch Gänsehaut im Kinosessel bescheren.Die vollständige Kino.de-Kritik findet ihr hier.

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