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Warum eigentlich "MoriaZwo"?

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Diese Frage stellt man sich vermutlich, wenn man diese Seite hier aufruft. Es ist sicherlich nicht leicht zu verstehen und ich will an dieser Stelle auch gern dieses Rätsel lüften.

Als ich im Jahre 1979 erstmals genug Geld verdiente, überhaupt darüber nachzudenken, aus der elterlichen Wohnung auszuziehen, musste ich feststellen, dass die Selbständigkeit doch mit enormen Kosten verbunden war. Meine Ansprüche an eine eigene Wohnung schrumpften aus diesem Grunde schnell auf ein absolutes Minimum. Da ich jedoch in der elterlichen Wohnung nicht einmal über ein eigenes Zimmer verfügte, fand ich es an der Zeit, mit meinen inzwischen über 20 Lebensjahren, auf eigenen Füßen zu stehen. Das Ergebnis war ein wahrhafter Kompromiss. Es handelte sich um eine Mansarde in einem Mietshaus, die vorher vom Sohn eines anderen Mieters bewohnt war. Sie gehörte damals zur Wohnung dessen Eltern dazu.

moria_011moria_015

moria_013Als ich diese Räume mietete, wurden sie zur eigenständigen Wohnung. Allerdings gab es gewisse Besonderheiten. So verfügte ich unten an der Haustür nicht über eine Türklingel. Wer mich erreichen wollte, musste mit mir einen Termin vereinbaren oder ein bestimmtes Klingelzeichen bei einem Freund von mir anwenden, der auch noch in diesem Haus wohnte. Er wusste dann, dass es für mich war und öffnete mit dem Türöffner die Haustür. Meine Mansarde war nur über den Dachboden erreichbar. Sie war klein - sogar sehr klein und die Aufteilung war "gewöhnungsbedürftig". So betrat man diese Wohnung quasi durch die Toilette. Kein Scherz! Beim Betreten blickte man direkt auf die Toilettenkeramik und rechts an der Wand befand sich das Waschbecken. Ich löste das Problem später durch einen Vorhang, den ich vor der Toilette anbrachte - an der Dachschrägung, denn selbstverständlich besaß die Mansarde eine extreme Dachschräge ...

 

Nach links betrat man dann den eigentlichen Wohnraum, welcher eine Bodenfläche von 3m x 3m besaß, die ich wegen der Schräge natürlich nicht voll nutzen konnte. Beheizen musste ich das alles mit einer elektrischen Rippenheizung, was im Winter für beeindruckende Stromrechnungen sorgte. Trotzdem hatte das Ganze einen gewissen Charme. Es war winzig, es war eigenartig, aber es war mein Reich und es war billig.

 
 

In den 70er Jahren erschien dann eine Fantasy-Trilogie, die vermutlich inzwischen fast als Urvater aller Fantasy-Sagas angesehen wird. Es handelt sich natürlich um "The Lord of the Rings" von J.R.R. Tolkien. Ich hatte mir damals sogar die Mühe gemacht, sie im englischen Original zu lesen, um sie mir später in gebundener Form auch in deutscher Sprache anzuschaffen. Als ich über die Minen der Zwerge las - Moria - dachte ich bei mir, dass meine Wohnung auch eher eine Höhle als eine echte Wohnung wäre und nannte meine Hütte fortan Moria. Ich weiß gar nicht mehr, wer es war - möglicherweise war es meine damalige Freundin, die mich glücklicherweise geheiratet hat - aber mir wurde jedenfalls nahegelegt, den Namen in Moria2 abzuändern, da es sonst zu Verwechslungen mit dem "echten" Moria kommen könne. Das war natürlich ein Scherz, aber ich malte auf dem Schild an meiner Tür eine "2" hinter den Namen.

 

Als es Jahre später mit dem Internet richtig losging - meine Frau und ich wohnten schon lange nicht mehr in meiner alten "Höhle" - und man plötzlich überall Usernamen und Nicknames benötigte, stellte ich fest, dass es nicht immer einfach war, einen Namen zu finden, den es noch nicht gab. Ich entschied mich dann irgendwann für moriazwo, in Anlehnung an meine erste eigene Bude, und stellte fest, dass es diesen Namen nirgendwo gab. Es war also auch nicht verwunderlich, dass ich mir diesen Namen auch gleich als Internet-Domäne sicherte. Die Welt von MoriaZwo war geboren.

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